Macht mit bei der Web-Serie Do Not Track

Google weiß, welche Krankheiten du hast oder dir einbildest. Facebook kennt auch nicht nur deine Freunde, ob sie nun echt sind oder eingebildet. Und die NSA, na lassen wir das, überhaupt mit DEM Thema anzufangen. Was verschiedene Institutionen und Firmen über dich wissen und wie sie es kommerziell nutzen, gefährdert die persönliche Freiheit. Eine Ansicht, wie sie zuletzt auch in „Das Ende des Zufalls“ diskutiert wurde. Das Internet ist nicht mehr frei, jeder Nutzer wird überwacht. Kostenfreier Content und Service werden getauscht gegen persönliche Daten. Dies ist wohl eine These, über welche niemand mehr die Augenbraue hebt. Eher ein Schulterzucken kann man hierfür bekommen: So what? Dafür habe ich total süße Katzenfailvideos gesehen, welche mir die neuesten Futterhauls vom Fressnapf aus präsentieren. YouTube weiß, dass du ein Faible hast für Eichhörnchen mit Pferdemasken und du Minecraft spielst. „Ja, wenn das alles ist. Ich habe nichts zu verbergen.“

Um zu sensibilisieren, die Dimension deutlich zu machen, welche die Überwachung einnimmt, läuft ab April die Web-Serie Do Not Track. Jeder kann sich beteiligen und sich hier auf der Homepage anmelden. Das Versprechen der Macher: „Wenn Sie sich bei uns registrieren, sagen wir Ihnen, was das Internet über Sie weiß.“ Bisher bringt die Registrierung jedoch erstmal nur einen Reminder ins Postfach, wann Do Not Track startet.

DoNotTrack_Homepage_Screenshot

Das Projekt Do Not Track der Produktionsfirma Upian wird zusammen mit Arte, dem Bayrischen Rundfunk und der staatlichen Filmbehörde Kanadas durchgeführt. Regisseur ist der Kanadier Brett Gaylor, welcher auch im Mozilla Projekt involviert ist. In den beteiligten Ländern wird es zudem von „Internetpersönlichkeiten“ unterstützt – in DE von Richard Gutjahr, über den wir auf das Projekt aufmerksam wurden und welcher auch im folgenden Trailer zu sehen ist:

https://youtu.be/U_GkH33zP20

Do Not Track wird sicher in den nächsten Woche noch öfter angekündigt werden, als Termin sollte man sich den Start am 14. April merken bzw. sich, wie oben beschrieben, registrieren oder auf Twitter folgen. Die Serie besteht aus sieben Folgen, welche sich Themen widmet wie soziale Netzwerke, personalisierte Werbung bis hin zu Big Data. Der Titel Do Not Track (DNT) ist übrigens sehr klug gewählt, heißt doch ein vom Firefox erstmals unterstütztes HTTP-Header-Feld so, welches die Erstellung von Nutzerprofilen beim Besuch von Homepages verhindert. Zuletzt waren laut SPON die Aussichten für den freiwilligen Dienst jedoch eher schlecht.