Microsoft Explained #3

Explained. Also aufklären, erläutern und weitere Synonyme für die Übersetzung des vermittelnden Verbs reihen sich für diejenigen hier ein, welche Nachhilfe in Englisch brauchen. Es geht darum was zu lernen, es wird etwas erklärt. Diejenigen aber, welche sich in die Räumlichkeiten der Digital Eatery unter den Linden eingeladen gefühlt haben, nutzen Begriffe wie Cybersecurity sowie Big Data wie ihre Muttersprache. Explained also. Und da Microsoft unter diesem Titel zur Digitalkonferenz geladen hat, standen vor allem Themen rund um Algorithmen, KI und Innovation im Titel der Vorträge. Zehn waren auf der Agenda der dritten Explained. Jeweils 20 Minuten. Die technischen Prozesse lagen nicht im Fokus der Explained, sondern vor allem auch die Konsequenzen für die Gesellschaft und Unternehmen.

Intelligenz ist in allen Produkten Die Diskussion sollte zwischen den Extremen vermitteln und die Chancen der digitalen Transformation für Deutschland aufzeigen. Zwischen dem blinden Fortschrittsglauben, welcher die Rettung der Welt erhofft und diejenigen, welche mit Angstzuständen den „Digitalen Dämonen“ an die Wand malen. Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung, Microsoft Deutschland zog in ihrer Keynote den Vergleich zur Revolution im Transportsektor, welche das Auto und die Eisenbahn brachten. Technische Entwicklungen werden in ihrer Eigendynamik oft unterschätzt. Beim Network Readiness Index (NRI) des World Economic Forum stehe Deutschland jedoch gerade mal auf Platz 15 (Stand 2016).

Tomorrow is Today – für Çaglayan Arkan, General Manager bei Microsoft im Bereich Worldwide Manufacturing, ist Industrie 4.0 kein Branchenthema und keine Zukunftsvision. Beispiele von Rolls Royce mit seinen Triebwerken, die Allianz mit Daimler fürs In-Car-Office (präsentiert auf der IFA 2016) und natürlich die Fähigkeit der HoloLens zur holografischen Teleportation verdeutlichten das. Unternehmen sind keine Start-Ups, zumindest solange keine disruptiven Kräfte auftreten, welche das bisherige Geschäftsmodell in Frage stellen. Für den Bankensektor berichtete Kai Jäger, Technology Lead der Deutschen Bank Labs, von den Herausforderungen angesichts von Niedrigzinsen und Cryptowährungen. Für Unternehmen sei es schwer neue Geschäftsmodelle zu finden, da die Fähigkeiten dazu ganz andere sind als sie im alltäglichen Geschäftsbetrieb benötigen. Strukturen sollen zudem vor Risiken schützen, welchen Startups inherent sind. Um bei der Deutschen Bank die Potentiale zu heben, wurden die Labs gegründet. Peter Jaeger, Senior Director Developer Experience and Evangelism, brachte ein Grundgesetz mit zum Thema „Democratizing AI„. So habe Microsoft sechs ethische Grundsätze zur Gestaltung der AI aufgestellt. Sie müsse zur Unterstützung der Menschheit designt werden, muss transparant sein, muss die Effienz maximieren ohne die Würde des Menschen zu verletzten, zum intelligenten Datenschutz konzipiert werden, algorithmische Verantwortung haben, um unbeabsichtigen Schaden zu korrigieren und muss Unvoreingenommenheit und repräsentative Forschung sicherstellen.

Danach ging es weiter zu einem Event bei Amazon und Pizza, sodass wir u.a. den Vortrag von Mathematik-Professor Sebastian Stiller von der TU Braunschweig nicht mehr hören konnten. Eine schöne Zusammenfassung der Microsoft Explained gibt es auch hier zu lesen.

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